3. Platz: Johannes Bremer - Sideboard


Material: Kirschbaum

Ausbildungsbetrieb:
innenausbau binder gmbh
Bottrop

Gewinner des Heinrich-Riesener-Preises
Dieser Preis wird für das am Besten gefertigte Gesellenstück und der Arbeitsprobe verliehen. In Würdigung des hervorragenden Entwurfs, sowie in Anerkennung der einwandfreien und maßgerechten Tischlerarbeit an dem Gesellenstück und der Arbeitsprobe.

Johann Heinrich Riesener wurde 1734 in Gladbeck als Sohn eines Stuhldrechslers geboren. Auch er wurde Stuhltischler und ging als junger Geselle auf die Wanderschaft. In Paris wurde er von den Hof Ebenisten Jean Francois Oeben in die französische Möbelkunst eingeführt. Diese beherrschte er schließlich so vollkommen, dass er nach Oebens Tod die Werkstattleitung übernahm und die Witwe heiratete. 1774 berief ihn König Ludwig XVI zum Hof Ebenisten. Nun hatte Riesener 10 Jahre lang alle Möbel für den Königshof zu liefern. Vollendete Formen, erlesene Hölzer und Furniere, reiche Intarsien und vergoldete Bronzen zeichneten seine kostbaren Möbel aus. Riesener brachte es zu Wohlstand und hohem Ansehen.

Mit der Revolution von 1789 hörten plötzlich alle Staatsaufträge auf. Nun lebte Riesener still und zurückgezogen in Paris, wo er im Jahre 1806 verstarb. Seine Möbel sind Glanzstücke in den großen Schlössern und Museen in aller Welt. Der schlichte Stuhlbauer gilt als der berühmteste Ebenist seiner Zeit.